(Artikel der
Volksstimme vom 16.09.04)
Nicht nur für die
hohe Muße der Theaterkunst begeistern sich offensichtlich die
Mitglieder des Fördervereins der "freienkammerspiele schauspiel
magdeburg". Ganz sportlich ging es nämlich am Sonntag bei einem
Ausflug der Theaterfans, die sich der ideellen und finanziellen
Förderung der Schauspielkunst in Magdeburg verschrieben haben, auf
Drahtesel quer durch den Osten der Stadt zu.
Mit der Fähre waren die Rad fahrenden Freunde des Magdeburger
Schauspiels in Buckau übergesetzt, legten eine 25 Kilometer lange
Strecke durch den Stadtpark, Prester, die Kreuzhorst, Pechau und
Randau-Calenberge zurück, um zum Abschluss mit der Gierfähre
zwischen Randau und Westerhüsen wieder ins Westelbische
zurückzukehren. Michel Redlich, Vorsitzender des
Fördervereins: " Diese Radtour ist eine Premiere für uns. Das
Radfahren macht aber allen Beteiligten so viel Spaß, dass wir es
auf jeden Fall zu einer Tradition werden lassen."

Im September startet
Teil 2 entlang der Elbe.
Und warum ausgerechnet die Route durch den Südosten der Stadt, warum beispielsweise kein Besuch beim Theater am
Jerichower Platz?
Redlich: "Na ja, das
Kinder- und Jugendtheater ist ja eines
unserer Steckenpferde, da haben wir uns schon gut eingelebt. Zu
verstehen ist die Tour an der Elbe durch die Kreuzhorst vielmehr als
geistig-moralische Vorbereitung für das diesjährige
Sommerspektakel auf dem Domplatz. Da sind schließlich der Wald
als Bühnenbild und ein Aussteigercamp aufgebaut. Wie besser könnten wir
uns denn sonst auf den Wald vorbereiten, auf die Premierennacht mit Party am 25. Juni und auf unser Sommercamp in
Prerow im August, als mit einer Radtour durch das Grün von Magdeburg, um Aussteigerluft zu
schnuppern?"
Begeistern ließen
sich von der Idee der Radtour übrigens nicht nur aktive Mitglieder
des Vereins, Gäste waren auch aus Hohenwarthe und vom Neustädter See angereist. Und auch
altersmäßig glich der Ausflug vor allem einem
Familienausflug: Der jüngste Teilnehmer war 5 Jahre alt, die
älteste Velozipedistin 80. "Nur eines", gibt Michel Redlich zu,
"haben wir vergessen: An sich hätten wir ja, wenn wir eh schon
einmal hier unterwegs sind, dem Randauer Theaterverein einen Besuch
abstatten können. Immerhin bemüht sich der Förderverein
stets um Kontakte zu gleich gesinnten Freunden des
Schauspiels".
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